Rollen und Umarmungen

Bei manchen Vater-Sohn-(oder Mutter-Töchter-)Gespannen funktioniert es erst nach ein paar Sitzungen - bei manchen können wir gleich zu Beginn unserer gemeinsamen Arbeit damit starten: Ich bitte die beiden, sich wortlos eine Minute lang zu umarmen. Dabei kann es vorkommen, dass kleine Tränen über eine der Wangen rinnen. In jedem Fall aber schauen sich Senior und Junior anschließend mit weichem Blick in die Augen. Vielleicht haben sie sich schon sehr lange nicht mehr umarmt - vielleicht noch nie - vielleicht bleibt es auch bei dieser einen Umarmung im geschützten Raum des Coachings.

Um in einen familieninternen Nachfolgeprozess einzusteigen, ist Vertrauen eine ganz wesentliche Voraussetzung. Vertrauen kann aber nur entstehen, wenn man sich gut kennt. Das heißt nicht, dass man sich von vorne herein über das "optimale Ziel der Nachfolge", geschweige denn über den Weg dorthin, einig sein muss. Ziel im Nachfolgecoaching ist es, dieses optimale Ziel und den besten Weg dorthin zu finden. Das optimale Ziel ist in der Regel nicht das perfekte Ziel, aber das beste, das einvernehmlich erreichbar ist. Und dem besten Weg stehen meist mindestens zwei starke Egos im Weg.

Gerade in Familienunternehmen begegnen sich die Senior- und die Juniorgeneration in mehrfachen Rollenpaarungen: Vater/Mutter - Sohn/Tochter, Chef - Mitarbeiter, Erfahrungsträger - Revoluzzer, Selfmademan - Akademiker, u.a.. In vielen dieser Rollenpaarungen sind Konflikte vorprogrammiert. Im Nachfolgecoaching geht es darum, auf das Niveau Übergeber-Übernehmer zu steigen, Konflikte zu lösen und beide in einen konstruktiven und vertrauensvollen Dialog zu bringen. Nur so kann das Optimale für die Familie und das Unternehmen erreicht werden.

Lassen Sie sich dabei unterstützen - und seien Sie sicher: Mindestens eine Umarmung steht an.

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Der Nachfolge-Coach
Bernhard Claus Sander

Dipl.Ing.
Zertifizierter Coach

Reischlweg 9
80939 München
Telefon: 089/30704202
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